Als der Trailer zur neuen Saison der Full Swing-Serie debütierte, sorgte er für Aufregung in der Golf-Community. Die Vorschau, die große Ereignisse und intime Einblicke in das Leben der Golfer versprach, ließ die Fans nach mehr verlangen. Doch bei LIV Golf war die Aufregung merklich abwesend. Der Grund? Ein auffälliger Mangel an Teilnahme von hochkarätigen Golfern, einschließlich LIVs eigenem Bryson DeChambeau, dem YouTube-Sensation und US Open-Sieger, der im Trailer zu sehen ist.
Die Begeisterung der Fans wurde durch Klarstellungen von Josh Carpenter gedämpft, der in einem X-Post enthüllte, dass DeChambeaus Team Interviews für die Show abgelehnt hatte. Dennoch werden die entscheidenden Momente des Golfers aus seiner Saison 2024 in der dritten Staffel von Full Swing zu sehen sein.
Doch das Fehlen von LIVs Beteiligung an der Serie geht über das Fehlen von DeChambeau hinaus. In einem aufschlussreichen Gespräch im Course Record Show-Podcast enthüllte Chad Mumm, der Executive Director von Full Swing, warum die Serie in ihrer dritten Staffel darauf abzielt, LIV-Veranstaltungen zu meiden.
Im Rückblick auf die beiden vorherigen erfolgreichen Staffeln der Show hob Mumm eine bedeutende Veränderung in der Stimmung des Publikums hervor. Seiner Meinung nach waren die Golf-Fans bis zur Ausstrahlung der zweiten Staffel müde von der LIV-Erzählung. Diese Veränderung fiel mit dem Beginn der Fusionsgespräche am 6. Juni 2023 zwischen der PGA Tour, der DP World Tour und dem PIF zusammen, die über ein Jahr lang keinen signifikanten Fortschritt machten.
Trotz eines kürzlichen Treffens im Weißen Haus mit Jay Monahan, Adam Scott, Donald Trump und Yasir Al-Rumayyan bleibt die Golfwelt unsicher über die Finalisierung des Deals. Daher betonte Mumm, dass Full Swing sich von der aktuellen Erzählung rund um professionelle Golfer distanzieren und stattdessen auf ihr Leben außerhalb des Platzes konzentrieren möchte.
Der Fokuswechsel wird maßgeblich von den Trends zur Zuschauerbindung beeinflusst, die in den ersten beiden Staffeln beobachtet wurden. Die erste Staffel der Serie, die 58,1 Millionen Aufrufe verzeichnete, zeigte, dass die Zuschauer mehr an den persönlichen Leben und Interaktionen der Golfer interessiert waren als an der Turnierberichterstattung. Daher wird die dritte Staffel die Berichterstattung über enge Familienmitglieder und Ereignisse priorisieren, ähnlich wie in der ersten Staffel.
Allerdings könnte das Fehlen von hochkarätigen Golfspielern aus der Serie ein Stolperstein auf dem Weg zur Erreichung früherer Erfolge sein. Besonders auffällig ist das Fehlen des weltbesten Golfers Xander Schauffele, des Siegers der PGA Championship 2024 und der Open Championship. Trotz aller Bemühungen war das Full Swing-Team nicht in der Lage, Schauffele zur Teilnahme an der Staffel zu bewegen.
Der Mangel an Drama von LIV Golf und die begrenzte Berichterstattung über bedeutende Ereignisse wie den Ryder Cup könnten potenziell die Leistung der Serie beeinflussen. Die Frage bleibt, ob die dritte Staffel von Full Swing die Magie der ersten beiden Staffeln wiederholen kann. Während die Fans gespannt warten, wird die Antwort bald enthüllt.