Spiranacs Aufruf zur Verbannung von AimPoint weckt Interesse an alternativen Techniken zur Grünlesung
Paige Spiranac, eine prominente Stimme in der Golfwelt, hat kürzlich eine Debatte entfacht, als sie sich vehement für das Verbot von AimPoint aussprach, der umstrittenen Putting-Technik, die dafür bekannt ist, übermäßig viel Zeit in Anspruch zu nehmen. Sie machte diese Aussage nach A Lim Kims Verwendung von AimPoint für einen Putt, der nur wenige Zentimeter vom Loch entfernt war. Spiranac ist bei weitem nicht die einzige Kritikerin dieser Technik, da Lucas Glover sich der Schar der Widersprechenden angeschlossen hat. Glover hat öffentlich seine Unzufriedenheit mit AimPoint geäußert und erklärt, dass es seit seiner Einführung auf der PGA Tour statistisch gesehen nicht gelungen ist, das Putten zu verbessern. Er kritisierte zudem, dass es respektlos gegenüber anderen Spielern sei und plädierte für ein Verbot aufgrund seiner zeitaufwendigen Natur.
Trotz der Einwände hat AimPoint seine Befürworter unter den Profispielern gefunden, darunter Viktor Hovland, Keegan Bradley, Lydia Ko, Stacey Lewis und Collin Morikawa, unter anderen. Allerdings könnte der zunehmende Widerstand gegen die Technik letztendlich zu ihrem Verbot auf der PGA Tour führen. Angesichts dieses potenziellen Verbots müssen Golfer möglicherweise auf alternative Methoden zurückgreifen, um ihre Fähigkeiten zur Grünlesung zu verbessern.
Brad Faxon, ein achtmaliger PGA Tour-Sieger, der für seine Putting-Fähigkeiten bekannt ist, bietet eine solche Alternative an. Seine Methode, die vom Norm abweicht, indem sie nicht am Grün beginnt, setzt bereits beim Annäherungsschlag an. Faxon betont die Bedeutung, den Putter in den Händen zu fühlen, während man sich dem Grün nähert, um die Anordnung des Grüns und die Gräser zu beurteilen. Er rät den Golfern außerdem, zu versuchen, die Neigung von unter dem Ball zu visualisieren, da dies ein klareres Verständnis der Neigung vermittelt. Faxon besteht darauf, dass dieser Prozess nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, da die besten Putter instinktiv die Trajektorie des Balls fühlen und sehen können.
Eine weitere Methode, die an Popularität gewinnt, ist das Coin Drill, empfohlen von PGA Tour-Profi Alex Elliott. Diese Technik beinhaltet das Markieren deiner Putting-Linie mit zwei Münzen, die als visuelle Hilfen dienen. Der Ball sollte idealerweise über beide markierten Punkte rollen. Während die ersten Versuche möglicherweise nicht perfekt sind, besteht das Ziel darin, deine visuelle Wahrnehmung mit jedem Putt zu verbessern und potenzielle 3-Puts in einen einzigen Putt zu verwandeln.
PGA Tour-Profi und Coach Ben Emerson befürwortet das ‚Advanced‘ Ladder Drill, eine Technik, bei der Zonen auf deiner Putting-Linie eingerichtet werden. Die Herausforderung besteht darin, das Tempo des Schusses so anzupassen, dass jeder Ball in jeder Zone stoppt. Zunächst musst du möglicherweise Ausrichtungsstäbe verwenden, um die Neigung zu markieren, aber mit Übung sollte sich dein Muster beim Lesen des Grüns deutlich verbessern.
Obwohl diese alternativen Methoden anfangs zeitaufwendig sein können und gewissenhaftes Üben erfordern, versprechen sie, dein Spiel zu verbessern, sobald du sie gemeistert hast. Der Schlüssel liegt darin, eine Methode zu wählen, die mit deinem Spielstil und deiner Mentalität übereinstimmt, und konsequent zu üben, bis die Perfektion erreicht ist. Wie das Sprichwort sagt: ‚Übe nicht, bis du es richtig machst. Übe, bis du es nicht falsch machen kannst.‘ Mit der drohenden Aussicht auf ein mögliches Verbot von AimPoint könnte die Erkundung dieser Alternativen genau der Game-Changer sein, den du benötigst.