Aryna Sabalenka, die weltweit bestplatzierte Tennisspielerin, begann ihre Reise beim Miami Open mit einem überzeugenden Sieg über die auf Platz 64 rangierte Viktoriya Tomova. Der schnelle 6-3 6-0 Sieg dauerte weniger als eine Stunde und fügte Sabalenka einen weiteren Sieg zu ihrem 2-0 Direktvergleich gegen Tomova hinzu, eine Geschichte, die mit ihrem ersten Aufeinandertreffen bei einem Futures-Event in Budapest im Jahr 2016 begann.
Allerdings brachte eine lässige Frage nach dem Match Sabalenka aus dem Gleichgewicht. Der Interviewer erinnerte sie daran, dass ihr letztes Spiel gegen Tomova fast ein Jahrzehnt her war, eine Tatsache, die Sabalenka ihr Alter spüren ließ. Die 26-jährige Weißrussin, die im Mai 27 wird, fragte humorvoll, ob die Medien absichtlich versuchen würden, sie alt fühlen zu lassen.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Sabalenkas Alter ein Gesprächsthema ist. Während des Turniers in Indian Wells fand sie sich in einer ähnlichen Situation wieder. Sie sollte im Finale gegen die 17-jährige Mirra Andreeva antreten und wurde gefragt, ob es zusätzlichen Druck ausübe, gegen eine Teenagerin zu spielen. Der neun Jahre Altersunterschied zwischen ihr und dem russischen Teenager-Sensation ließ Sabalenka melancholisch werden.
Ihre Gefühle ausdrückend, sagte Sabalenka: „Ich fühle mich immer noch wie 18. Es ist einfach so seltsam für mich zu denken, dass ich 26 bin und dieses Jahr 27 werde, und sie ist 17 und ist, wie, nur zwei Jahre älter als meine Schwester… Ich bin gerade deprimiert. Warum fragst du diese Frage? Ich bin fast 30.“
Auf einer ernsteren Note hat Sabalenka über eine mögliche Karriereende nachgedacht. Bei ihrer Ankunft in Melbourne für die Australian Open in diesem Jahr gab die dreifache Grand-Slam-Siegerin zu, dass sie sich dem Ruhestand nahe fühle. Sie erwähnte, dass viele Spieler mit 30 ihre Schläger an den Nagel hängen, ein Alter, dem sie schnell näher kommt. Sabalenka äußerte auch den Wunsch, eine Familie zu gründen, bevor sie 35 wird.
Während Sabalenka weiter im Miami Open voranschreitet, steht sie in der dritten Runde der rumänischen Spielerin Elena-Gabriela Ruse gegenüber, die ein Jahr älter ist als sie. Trotz der altersbedingten Ängste bleibt Sabalenkas Leistung auf dem Platz so jugendlich und lebhaft wie eh und je.