Während Boris Becker der Tennisstar Iga Swiatek seine besten Wünsche übermittelt, scheint er von ihrer jüngsten Offenbarung in den sozialen Medien, in der sie ihre emotionale Unruhe anspricht, nicht ganz überzeugt zu sein. Die derzeit zweitplatzierte WTA-Spielerin steht momentan unter Beschuss, nachdem sie nur knapp einem Ballkind mit einem Ball ausgewichen ist, während sie auf dem Platz in Indian Wells spielte. Dieser Vorfall folgte auf ihren Frustausbruch in Doha, wo sie ihren Schläger zerbrach, eine Handlung, die für die fünfmalige Grand-Slam-Championin eher untypisch ist.
In einem Instagram-Beitrag entschuldigte sich Swiatek bei dem Ballkind, mit dem sie Blickkontakt hatte, und drückte Bedauern über ihr Handeln aus. Sie gab zu: „Ich habe viele Spieler gesehen, die aus Frustration Bälle auf den Boden werfen, und ehrlich gesagt, habe ich solche harten Urteile nicht erwartet.“
Sie gestand auch, dass ihr laufender Dopingfall sich negativ auf ihre psychische Gesundheit ausgewirkt hat. Swiatek offenbarte ihren Kampf mit der öffentlichen Wahrnehmung und erklärte, dass sie als „robotisch“ bezeichnet wird, wenn sie sich konzentriert und ihre Emotionen verbirgt. Im Gegensatz dazu wird sie als „reif und hysterisch“ wahrgenommen, wenn sie sich offener ausdrückt.
Becker, der sechsmalige Grand-Slam-Champion, fand jedoch, dass Swiateks Aussage „viele Ausreden und lange Erklärungen“ enthielt. Er bemerkte, dass er normalerweise Spieler unterstützt, aber skeptisch gegenüber Swiateks Erklärungen zu sein schien.
Im vergangenen Jahr beschrieb Swiatek ihre Erfahrung mit dem Dopingprozess als die herausforderndste Zeit ihres Lebens. Sie gab zu, geweint und sich von Stress überwältigt gefühlt zu haben. Sie hat in diesem Jahr nicht wie gewohnt abgeschnitten, da sie nur in drei Halbfinals erreicht hat und seit den French Open 2024 keinen Titel mehr gewinnen konnte.
Die Tenniswelt wartet gespannt darauf, ob Swiateks ehrliche Beichte ihr helfen wird, ihre derzeitige Titel-Durststrecke beim Miami Open zu überwinden.