In einer schockierenden Wendung der Ereignisse hat die International Tennis Integrity Agency (ITIA) strenge Strafen gegen fünf Personen verhängt, die an einem Spielmanipulationssyndikat in Belgien beteiligt waren. Der Drahtzieher, Grigor Sargsyan, hatte zuvor eine fünfjährige Haftstrafe für seine Rolle im Skandal erhalten.
Einer der Spieler, Yannick Thivant, wurde mit einer lebenslangen Sperre belegt, nachdem er gestanden hatte, zwischen 2017 und 2018 unglaubliche 22 Spiele manipuliert zu haben, wobei er in 16 davon spielte. Der 38-Jährige sieht sich nicht nur einer Sperre gegenüber, sondern auch einer hohen Geldstrafe von insgesamt 58.019 £, zuzüglich 28.929 £ an Entschädigung.
Trotz der Bitte um eine Anhörung wurden die Anschuldigungen gegen Thivant aufrechterhalten, wobei der Anti-Corruption Hearing Officer, Richard McLaren, die Notwendigkeit betonte, die schwersten Sanktionen aufgrund der Schwere der Situation zu verhängen.
Ein weiterer Spieler, Thomas Brechemier, gab zu, in demselben Zeitraum 11 Spiele manipuliert zu haben, und erhielt eine Sperre von sieben Jahren und sechs Monaten sowie eine erhebliche Geldstrafe von 30.975 £.
Gabriel Petit, der nicht auf die Anschuldigungen der ITIA reagierte, wurde für sechs Jahre und sechs Monate gesperrt und mit 27.113 £ für die Manipulation von sieben Spielen zwischen 2017 und 2018 belegt.
Thomas Setodji erhielt ebenfalls eine strenge Strafe, mit einer 10-jährigen Sperre und einer Geldstrafe von 15.495 £, plus 4.261 £ an Entschädigung, für seine Beteiligung an der Manipulation von drei Spielen im Jahr 2017 und das Versäumnis, einen korrupten Ansatz im Jahr 2018 zu melden.
Hugo Daubias, der gestand, zwei Spiele im Jahr 2017 manipuliert zu haben, wurde für zwei Jahre gesperrt und mit 11.623 £ belegt. Er entschied sich, gegen die Anschuldigung nicht Berufung einzulegen.
Alle fünf Spieler sind nun von der Teilnahme an, dem Coaching bei oder sogar dem Besuch jeglicher Tennisveranstaltungen, die von der ITIA autorisiert oder sanktioniert werden, ausgeschlossen, einschließlich prestigeträchtiger Turniere wie der ATP, WTA und ITF.
Diese Welle von Sperren folgt auf die dreimonatige Suspendierung der deutschen Spielerin Mina Hodzic wegen Verstoßes gegen das Anti-Korruptionsprogramm, da sie Coaching von Jordi Marse-Vidri erhielt, der selbst eine 15-jährige Sperre wegen Spielmanipulation absitzt. Trotz vorheriger Warnungen der ITIA nahm Hodzic an einer Trainingseinheit mit der suspendierten Person teil und verletzte damit die Regel über ‚verbotene Assoziationen‘.
Die entschlossene Haltung der ITIA gegen Korruption im Tennis zeigt sich durch diese strengen Strafen, die eine klare Botschaft senden, dass ein solches Fehlverhalten im Sport nicht toleriert wird.