Ein seismischer Wandel steht am Horizont in der Welt des Herrentennis, mit Anzeichen dafür, dass sich die Machtverhältnisse an der Spitze des Sports einer erheblichen Transformation unterziehen werden, nach einer bevorstehenden großen Erklärung.
Die Tennisbehörden Saudi-Arabiens hegen schon lange Ambitionen, ein ATP Tour Masters 1000-Event in ihrem Land auszurichten. Nun scheint es, dass ihre Träume näher an die Verwirklichung rücken, mit einer baldigen Ankündigung über ein Turnier, das für seine erste Austragung im Februar geplant ist.
Die ATP Masters 1000-Turniere zählen derzeit neun und haben einen angesehenen Status im jährlichen Tenniszeitplan, nur hinter den vier Grand Slam-Turnieren in Bezug auf Prestige. Es wird nun heftig spekuliert, dass ein zehntes ATP Tour Masters 1000-Event zum Programm hinzugefügt werden könnte, wobei Riyadh sehr wahrscheinlich als Gastgeberstadt bekannt gegeben wird.
Frühere Vermutungen deuteten auf einen möglichen Januar-Termin für die Saudi Masters hin, was eine Einleitung zum Australian Open bieten würde. Dies hätte jedoch einen erheblichen Schlag für das erste Grand Slam-Turnier des Jahres bedeutet, das mehrere Wochen Vorlaufzeit bis zur Veranstaltung genießt. Daher scheint ein Timing im Februar eine optimale Lösung zu sein, auch wenn die ATP Tour-Executives bemüht sind, die Ambitionen des Saudi Tennisverbands zu berücksichtigen.
Während die Einzelheiten über den Beginn dieses neuen Turniers noch im Ungewissen liegen, ist klar, dass die ATP Tour wahrscheinlich kein weiteres Event zu ihrem Zeitplan für 2026 hinzufügen wird, angesichts ihrer bestehenden Fernsehübertragungsverpflichtungen. Daher wird erwartet, dass die Saudi Masters 1000 ihr Debüt 2027 oder sogar 2028 feiern könnte.
Dieses neue Turnier soll ein integraler Bestandteil eines ’neuen Schwungs‘ in der ATP Tour-Saison werden. Die Februarliste wird auch Turniere in Katar und Dubai umfassen, die die Crème de la Crème der Tenniswelt in die Region locken, um um bedeutende Punkte und massive Preisgelder zu kämpfen.
Obwohl die Teilnahme an den meisten ATP Masters 1000-Veranstaltungen für top-gerankte Spieler Pflicht ist, wird erwartet, dass das Turnier in Saudi-Arabien zunächst optional sein wird. Angesichts der attraktiven Punkte und Preisgelder ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass sich die Mehrheit der Spieler anmelden wird.
Die Einführung eines großen ATP Tour-Events in Saudi-Arabien ist seit einiger Zeit ein Gesprächsthema. Dieser Schritt verspricht, alle Versuche des Königreichs zu dämpfen, eine separate Tennis-Tour zu etablieren, ähnlich ihrer LIV Golf-Abspaltungsliga, die mehrere Top-Spieler von der PGA Tour und der European Tour abgeworben hat, was zu einer Spaltung im Sport geführt hat.
Die saudi-arabischen Tennisbehörden zeigten im vergangenen Oktober ihre finanzielle Stärke, indem sie das Six Kings Slam-Ausstellungsevent ausrichteten, bei dem prominente Namen wie Novak Djokovic, Rafael Nadal, Jannik Sinner, Carlos Alcaraz, Daniil Medvedev und Holger Rune auftraten.
Die Aussicht, weitere Turniere zu einem bereits vollen Zeitplan hinzuzufügen, könnte bei einigen führenden Spielern auf Ablehnung stoßen. Prominente Persönlichkeiten wie Alcaraz und Alexander Zverev haben eine Reduzierung der Turniere gefordert und die derzeit hektische Planung als potenzielle Bedrohung für das Wohlbefinden der Spieler angeführt.
Die Bestätigung dieses neuen Turniers könnte das Ende für südamerikanische Turniere bedeuten, die große Zuschauerzahlen anziehen. Länder wie Argentinien, Brasilien, Mexiko und Chile veranstalten derzeit bedeutende ATP Tour-Events im Februar. Dennoch könnte die Einführung eines neuen Masters 1000-Events ihre Fähigkeit gefährden, Top-Spieler anzuziehen.
Auch wenn hochrangige Spieler wie Zverev diesen Monat mit hohen Startgeldern gelockt wurden, um an den südamerikanischen Sandplatzturnieren teilzunehmen, könnte die Aussicht auf lukrative Preisgelder und Ranglistenpunkte, die von den ‚Desert Swing‘-Veranstaltungen in Katar, Dubai und Saudi-Arabien angeboten werden, zu verlockend sein, um widerstehen zu können. Dies könnte einen verheerenden Schlag für die Sichtbarkeit der südamerikanischen Turniere bedeuten, die seit langem für ein Masters 1000-Turnier plädieren, um das Wachstum des Tennis auf ihrem Kontinent zu fördern. Dennoch öffnet die finanzielle Macht Saudi-Arabiens weiterhin Türen in allen Sportarten, und es scheint, dass Tennis in den kommenden Jahren einen größeren Fußabdruck in der Region gewinnen wird.